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Das war das Vereinskonzert am 3.12.2011

Kapellmeisterin Elisabeth Tausche

"Bilder einer Ausstellung" übertitelte das traditionelle Vereinskonzert der Marktmusikkapelle Mauthausen am Samstag, 3. Dezember 2011 im vollen Donausaal Mauthausen.

Es war eine Herausforderung sowohl für die 60 Musikerinnen und Musiker und die Dirigenten als auch für die Zuhörer, kannten doch die wenigsten die wunderbare Musik des russischen Komponisten Modest Moussorgsky.

Nach der Beschreibung der drei Sätze (Promenade, Die Hütte der Baba Jaga, das großeTor von Kiew) durch Sprecherin Michaela Wiesbauer bewiesen die Musiker dass ein Blasorchester auch Musikstücke von Ausnahmekomponisten in ein absolut hörbares Format umwandeln können.

Mit der "Dutch Master Suite" zeichnet die Musikkapelle eine Stammtischszene nach bei der alle durcheinander Reden/Spielen.

Es ist der Tag des Prinzen, ein Festtag in den Niederlanden. Ein kleiner Prinz wurde geboren und das Ereignis wird in den Gaststätten ausgiebig mit viel Alkohol gefeiert. Auf dem gleichnamigen Gemälde von Jan Stehen ist eine überfüllte Taverne zu sehen, in der Getümmel herrscht. Der Komponist de Meij interpretiert diese Szene in origineller Weise: Er beginnt mit einem leisen Stimmengewirr, Gemurmel und Gläserklirren im Orchester, wobei die Choreografie als Teil des Stückes angesehen wird. Ein Ensemble spielt ein fröhliches Liebeslied, während einige Gäste (am Besten die Schlagzeuger) eine Partie Karten spielen oder würfeln. Auch hier sollte die Ausarbeitung der Szene nicht dem Zufall überlassen werden (Holzwürfel? - Art des Tisches?). Nach und nach zeigt der Alkohol seine Wirkung und die Dinge scheinen aus dem Ruder zu laufen. Die Tanzmusik wird schräger und es erklingen mehrere Trinklieder zugleich; es wird gesungen und gelacht, Flaschen fallen herunter und ein betrunkener Bauer trötet auf seiner Posaune.
Das Orchester wird in mehrere Gruppen aufgeteilt, die unabhängig voneinander ihre eigenen Trinklieder (De Meij schreibt: Don´t try to correct wrong notes: All wrong notes are right!!!) spielen. Die Führenden jeder Gruppe halten strikt ihr eigenes Tempo, der Dirigent bleibt so lange wie möglich bei der ersten Gruppe im 6/8 Takt und gibt nur den Einsatz für die jeweiligen Gruppen, die dann alleine weitermachen. Am Besten ist es, die einzelnen Gruppen alleine proben zu lassen (die Trinklieder stammen übrigens alle aus der Zeit der alten Meister und sollten im Original einmal angespielt werden).

Aber: Was in der Partitur sichtbar untereinander steht, darf nicht zusammenklingen. Jede neue Gruppe spielt in einem anderen Tempo. De Meij empfiehlt noch ein paar darstellerische Elemente auf der Bühne einzubauen, wie einen Kampf, einen Tanz, Kartenspieler etc. Aus der Problematik der Unabhängigkeit der einzelnen Ensembles entsteht auch die Frage nach der Sitzordnung im letzten Satz. Der Stimmführer sollte unbedingt Blickkontakt zu seiner Gruppe halten, um das Ensemble leiten zu können. Auch die Balance zwischen den verschiedenen Gruppierungen muss dem Dirigent bei all dem Chaos stets bewusst sein.
All das führt zu einem enormen Höhepunkt (Cue 5, betitelt mit „Total Chaos & Anarchy“) auf den am nächsten Morgen ein gewaltiger Kater folgt, ein dumpfer Klangbrei aus den Fetzen der festlichen Musik; langsam verebbt die Feierlaune. Der Dirigent sollte die Anweisung „Total Anarchy“ nicht missverstehen. Die Stichnoten ab Buchstabe C verweisen nur auf die Ausführung, möglichst hektisch und schnell dem Endton entgegenzuspielen. In einem Epilog führt de Meij mit dem thematischen Material aus dem ersten Teil wieder zurück in die zivilisierte Welt.

Mit dem Walzer "An der schönen blauen Donau" und den "Tales of a castle" klingt das Vereinskonzert 2011 harmonisch aus.

Anschließend servierte Erich Hinterndorfer und Erwin Sommerauer Loungemusic im Foyer des Donausaales.

Ute Großauer dirigiert "Lichtblicke"

Lichtblicke von Kurt Gäble

Ute Grossauer

In 'Lichtblicke' hat Kurt Gäble ein Gefühl musikalisch verarbeitet, das für uns Menschen unbeschreiblich wichtig ist: Hoffung. Die kräftigen Fanfaren am Anfang und am Ende des Werkes wirken wie eine Art 'Rahmen', in den die eigentliche Komposition wie ein Bild eingebettet ist. Ein sehr ausdrucksstarkes, emotionales Hauptthema symbolisiert die Hoffnung. Dieses Thema erscheint immer wieder, in verschiedenen Tonarten, mal lauter und mal leiser - wie viele kleine verschiedene Lichtblicke, wenn wir Menschen oft auch aus unscheinbar wirkenden Dingen neue Hoffnung schöpfen können. Ein dramatischer Zwischenteil verdeutlicht die negativen Erlebnisse und Gefühle, denen wir uns immer wieder stellen müssen: Krankheit, Verluste, Trauer, Verzweiflung und Angst. Doch letztendlich siegt die Hoffnung und sie schenkt uns ein Bewusstsein für die kleinen Dinge und die kleinen Lichtblicke des Lebens.

Ehrungen

ProTones - Loungemusic im Anschluß an das Konzert!

"Leider unscharf....."